Politik

Warken will Eizellspende durch neuen Vorstoß legalisieren

  • Freitag, 27. Februar 2026
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) /picture alliance, Michael Kappeler
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) /picture alliance, Michael Kappeler

Berlin – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will durch eine neue Initiative ermöglichen, dass der Bundestag die Eizellspende per Gewissensentscheidung erlaubt.

„Aktuell gehen viele Paare mit Kinderwunsch ins Ausland. Ich will, dass wir diesen Paaren mit Kinderwunsch hier bei uns in einem geregelten Rahmen helfen – bei gleichzeitiger Beibehaltung klarer Grenzen“, sagte sie dem Tagesspiegel.

Wenn nach einer Kinderwunschbehandlung ohnehin Eizellen vorhanden seien, „könnten diese für eine Spende freigegeben werden, ohne dass eigens neue entnommen werden“, so Warken. Es gehe aber nicht darum, alle Türen weit aufzumachen – sie habe bei dem Thema eher eine restriktive Haltung. Kommerzielle Eizellspenden sollten verboten bleiben.

Warken will sich mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) über eine mögliche Freigabe der Eizellspende austauschen. „Dann werden wir mit den Koalitionsfraktionen ins Gespräch gehen und schauen, ob es aus der Mitte des Parlaments dazu einen Vorschlag geben wird, so wie es bei ethischen Fragestellungen üblich ist“, erklärte die Ministerin.

Nach dem Embryonenschutzgesetz ist in Deutschland die Eizellspende – anders als die Samenspende – verboten. Damit soll das Kindeswohl geschützt und eine gespaltene Mutterschaft verhindert werden: zwischen der Spenderin, die genetische Mutter des Kindes ist, und der Frau, die das Kind austrägt und rechtliche Mutter ist. Bestraft werden allerdings nicht Spenderin oder Empfängerin, sondern die Personen, die eine Übertragung vornehmen.

kna

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