Warum SSRI-Antidepressiva bei Depressionen vor Hitzestress schützen könnten

University Park – Eine Depression kann die Schweißbildung und die Steigerung der Hautdurchblutung behindern und damit die Hitzetoleranz an warmen Tagen herabsetzen. Die zur Behandlung eingesetzten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) haben diese ungünstigen Effekte in einer experimentellen Studie im Journal of Applied Physiology (2026; DOI: 10.1152/japplphysiol.00147.2026) abgeschwächt, was derzeitigen Warnungen widerspricht.
Menschen mit Depressionen leiden häufig besonders stark unter der Hitze. Patienten und Gesundheitsbehörden führen dies auf die Einnahme von SSRI und anderen Antidepressiva zurück. Der Anstieg der Serotoninspiegel im Gehirn, der das Ziel der Behandlung ist, soll den Körper von innen aufheizen. Das Serotoninsyndrom, eine seltene lebensgefährliche Folge einer SSRI-Überdosierung, geht mit einem starken Anstieg der Körpertemperatur einher.
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