Was gegen Migräne hilft
Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat Hinweise zusammengestellt, die Migränepatienten im Kampf gegen den Kopfschmerz helfen können. Eine besondere Stellung nehmen dabei Kinder und Jugendliche ein.
Vor allem junge Patienten müssten zunächst lernen, den Unterschied zwischen verschiedenen Kopfschmerzarten zu kennen, denn nicht jeder Kopfschmerz sei eine Migräne, erklärte IQWiG-Leiter Peter Sawicki.
„Migräne verursacht bei Jugendlichen dieselben pochenden, einseitigen Schmerzen wie bei Erwachsenen. Bei Kindern können die Attacken kürzer sein und sind öfter mit Bauchschmerzen oder Übelkeit verbunden. Eine so genannte Aura mit Lichtblitzen oder verschwommenem Sehen erleben sie aber nur selten“, so der Mediziner.
Auch, wenn die genauen Ursachen für Migräne noch nicht erforscht seien, wisse man, dass manche Lebensmittel, Stress und Schlafmangel Migräne auslösen könnten. Ein Migräne-Tagebuch könne helfen, herauszufinden, welche Umstände einer Migräneattacke vorausgehen und ob es etwas nützt, beispielsweise ein verdächtiges Nahrungsmittel wegzulassen.
Um eine Migräneattacke durchzustehen, genüge es häufig, sich in einem ruhigen, abgedunkelten Raum hinzulegen, eine kühlende Auflage auf die schmerzende Kopfseite zu legen und zu versuchen, einzuschlafen.
„Sind die Schmerzen zu stark, kommt man manchmal um Schmerzmittel nicht herum. „Medikamente wirken bei Kindern und Heranwachsenden oft anders. Solange ein Körper noch wächst, können sie unerwartete Nebenwirkungen haben.
Dies bedeutet, dass man bei Kindern nicht einfach niedrigere Dosierungen eines Mittels für Erwachsene einsetzen kann. Leider sind nur wenige Migränemedikamente bisher ausreichend in Studien mit Kindern und Jugendlichen getestet und daher auch nicht für sie zugelassen“, sagte Sawicki.
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