Hochschulen

Weitere Warnstreiks an Unikliniken

  • Mittwoch, 14. Januar 2026
Warnstreik vor der Uniklinik Köln /picture alliance, CHROMORANGE, Berthold Bronisz
Warnstreik vor der Uniklinik Köln /picture alliance, CHROMORANGE, Berthold Bronisz

Köln/Essen/Bonn/Frankfurt am Main – An den Universitätskliniken in Köln, Essen, Bonn und auch in Frankfurt am Main sind die Warnstreiks im Tarifkonflikt mit den Ländern fortgesetzt worden.

Sprecher der Gewerkschaft Verdi berichteten, an den drei Standorten in Nordrhein-Westfalen (NRW) sei der zweite Warnstreiktag angelaufen. Ein Sprecher der Kölner Uniklinik sagte, man erwarte „erneut deutliche Einschränkungen in der stationären wie ambulanten Patientenversorgung“.

Nach Angaben von Verdi können an den drei Universitätskliniken erneut Operationen nur in reduziertem Umfang stattfinden. Aufschiebbare Termine waren zuvor abgesagt, eine Notfallversorgung gesichert worden. Laut Kölner Uniklinik waren dort gestern mehr als die Hälfte der Operationen verschoben worden.

NRW-weit hatten sich nach Angaben von Verdi gestern mehr als 1.000 Beschäftigte an den Aktionen beteiligt. Für heute hatte Verdi zudem an mehreren Hochschulen und Landeseinrichtungen zu Warnstreiks aufgerufen.

Einschränkungen gibt es auch am Uniklinikum Frankfurt am Main. Es gebe größere Einschränkungen, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Anja Golder. Eine Notfallversorgung sei aber gesichert.

Nach Angaben des Klinikums wurden einige Stationen vollständig geschlossen. In vielen weiteren sei die betriebene Bettenzahl reduziert. Operationen wurden abgesagt beziehungsweise verschoben. „Der Vorstand des Universitätsklinikums Frankfurt respektiert das Streikrecht der Beschäftigten“, hieß es.

Die Gewerkschaft Verdi will in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder den Druck erhöhen – vor der zweiten Verhandlungsrunde am morgigen Donnerstag. Es geht an den Unikliniken um das Entgelt für Pflegekräfte, Labormitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter, Serviceassistenten und weitere Beschäftigte – nicht aber um die Bezahlung der Ärzte.

Für die etwa 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert Verdi sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnte dies bisher als unbezahlbar ab.

dpa

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung