Ausland

WHO-Chef erinnert an die Not im Sudan

  • Dienstag, 7. April 2026
Sudan
/picture alliance, AP, Caitlin Kelly

Genf – Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat an die Weltgemeinschaft appelliert, den Sudan nicht zu vergessen. Das ostafrikanische Land erlebe eine der schwersten humanitären Notlagen weltweit.

Mehr als 33,7 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung, benötigen dringend lebensrettende Hilfe, erklärte Tedros am Samstagabend in Genf. Der seit April 2023 andauernde Konflikt habe das Gesundheitssystem an den Rand des Zusammenbruchs gebracht.

Der WHO-Direktor verurteilte jüngste Angriffe auf medizinische Einrichtungen. So tötete ein Drohnenangriff am 20. März auf das Lehrkrankenhaus Al-Daein in Ost-Darfur mindestens 64 Menschen und verletzte 89 weitere.

Am 2. April traf ein weiterer Drohnenangriff das Krankenhaus Al-Jabalain im Bundesstaat Weißer Nil und tötete zehn Mitarbeiter während einer Operation. Weitere Kliniken wurden laut WHO geplündert.

Diese Vorfälle verdeutlichten die dringende Notwendigkeit internationaler Solidarität und entschlossenen politischen und humanitären Handelns, sagte Tedros. Der Sudan könne die Krise nicht allein bewältigen.

kna

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