Ausland

WHO: Nach schweren Attacken im Libanon droht Medizinengpass

  • Freitag, 10. April 2026
/picture alliance, Anadolu, Murat Sengul
/picture alliance, Anadolu, Murat Sengul

Genf – Nach der massiven israelischen Angriffswelle im Libanon schwinden die medizinischen Vorräte im Land. Der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Libanon, Abdinasir Abubakar, warnte davor, dass medizinische Versorgungsgüter wie Arzneimittel und Blutkonserven knapp werden könnten.

Innerhalb weniger Tage seien drei bis vier Wochenvorräte an medizinischen Gütern aufgebraucht worden, berichtete er in einer Video-Pressekonferenz. Das Gesundheitssystem sei am Limit. Seit Kriegsbeginn seien im Libanon 13 Krankenhäuser beschädigt worden, sechs seien kriegsbedingt geschlossen worden.

Bei den Angriffen in der Hauptstadt Beirut und anderen Landesteilen vorgestern sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen und 1.150 verletzt worden. Viele weitere würden unter den Trümmern vermisst, sagte Abubakar.

Zuletzt hatte der jüngste israelische Evakuierungsbefehl für den Beiruter Stadtteil Dschnah Sorge bei der WHO in Genf ausgelöst. Denn in dem Viertel befinden sich zwei wichtige Kliniken mit mehr als 400 Patienten – darunter auch Kriegsverletzte. Inzwischen habe Israel signalisiert, dass die Krankenhäuser nicht angegriffen würden, berichtete Abubakar. „Wir werden sehen, ob sich das bewahrheitet oder nicht“, sagte er.

dpa

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung