Wie eine konsequente Blutdruckkontrolle zur kardiovaskulären Prävention beitragen könnte
München – Eine globale Metaanalyse mit Daten von mehr als 2,4 Millionen Personen aus 39 Ländern zeigt erstmals, wie eine konsequente Blutdrucksenkung auf einen systolischen Zielwert von 120 mmHg die kardiovaskuläre Mortalität und Lebenserwartung auf Bevölkerungsebene beeinflussen würde. Die Studie des Global Cardiovascular Risk Consortiums, verankert am Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg, modellierte Szenarien der Blutdrucksenkung auf Bevölkerungsebene.
Bei einem systolischen Blutdruckziel von 120 mmHg müssten etwa 98 Frauen beziehungsweise 85 Männer behandelt werden, damit innerhalb von 10 Jahren eine zusätzliche Herz-Kreislauf-Erkrankung verhindert wird. Aus den Daten lässt sich ein klares Votum ableiten, auch bei älteren und kränkeren Menschen den Blutdruck suffizient einzustellen. In welchen Ländern und in welchem Alter eine konsequente Blutdrucksenkung die größte Risikoreduktion bewirken könnte, erklärt die Epidemiologin Julia Munzinger vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Interview. Die Studie wurde beim europäischen Kardiologiekongress (ESC) vorgestellt (Late Breaking Session)
Julia Munzinger über die Ergebnisse einer globalen Metaanalyse zur Blutdrucksenkung
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