Wie sich Forschungsdaten langfristig sicher archivieren lassen
Karlsruhe – Strategien, um Forschungsdaten langfristig zu sichern, entwickelt seit Anfang des Jahres die neue „Allianz zur Forschungsdatenhaltung“. „Heutzutage werden in Forschungsprojekten sehr große Mengen digitaler Informationen erzeugt, aus denen wichtige Erkenntnisse für Wissenschaft und Wirtschaft abgeleitet werden“, erklärt Rainer Stotzka vom Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Informationen aus anderen Epochen hätten auf Stein und Papier Jahrhunderte überstanden. Moderne Festplatten, DVDs und Magnetbänder seien flüchtiger und schon nach wenigen Jahren nicht mehr verlässlich. Damit die Daten nach Projektende auch kommenden Forschergenerationen zur Verfügung stehen, seien Strategien und Werkzeuge nötig, um Daten über Jahrzehnte sicher und auffindbar zu verwahren.
„Durch Experimente, Beobachtungen und Simulationen werden immer größere Datenmengen produziert“, bestätigt Achim Streit, Direktor am Steinbuch Centre for Computing des KIT. Spitzenforschung wie die Entdeckung des Higgs-Teilchens, oder umfangreiche genetische und pharmakologische Studien seien ohne die effiziente Verarbeitung großer Datenmengen nicht mehr denkbar.
„Hier bedarf es noch Forschungs- und Entwicklungsarbeit, um die entsprechenden Werkzeuge fit für einen verlässlichen Betrieb über viele Jahrzehnte und viele Generationen zu machen“, so Stotzka.
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