„Wir haben keinen getesteten Therapiestandard“
Düsseldorf – Das neuroendokrine Prostatakarzinom (PCa) ist als De-novo-Tumor selten, berichtet Markus von Deimling, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU). Als transdifferenziertes neuroendokrines PCa könne es jedoch im metastasierten Stadium zwischen 10 und etwa 17 % der Patienten, abhängig von der Hormonsensitivität des Tumors, betreffen. Es entstehe unter einer Hormonentzugstherapie aus einem Adenokarzinom.
Ein wesentliches Merkmal sei der PSA-negative Progress, wie von Deimling weiter erläutert, aber auch ein aggressiver klinischer Verlauf. Er geht auf wichtige diagnostische Maßnahmen ein und empfiehlt eine Versorgung in einem spezialisierten Zentrum. Zudem rät der Urologe, die Betroffenen in Studien einzuschließen. Denn bislang gebe es keinen geprüften Therapiestandard. Die Behandlung orientiere sich aktuell an der Therapie des kleinzelligen Bronchialkarzinoms.
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