World Health Summit mit fünf Aufforderungen an die internationale Politik

Berlin – Am Ende des sogenannten World Health Summit in Berlin hat sich die sogenannte M8-Allianz – ein Zusammenschluss aus 24 der wichtigsten akademischen Gesundheitszentren der Welt – an die internationale Politik gewandt und fünf zentrale Anliegen formuliert.
In ihrem Abschlussdokument des Treffens, der „M8 Declaration“, fordern sie wirksame und nachhaltige Strategien für die Gesundheitsversorgung der rund 60 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind.
Entscheidend für die globale Gesundheitsversorgung sei außerdem, die Rechte von Frauen zu stärken. „Die Politik muss die Rechte von Frauen auf körperliche Unversehrtheit, Gesundheit und Bildung unterstützen. Frauen müssen weltweit ihr Leben und die Familienplanung selbst bestimmen dürfen“, fordern die Gesundheitszentren.
Wie schon Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in seiner Auftaktrede für das Treffen fordert die M8-Allianz stärkere Anstrengungen gegen antibiotikaresistente Keime. „Um möglichst schnell wirksame Lösungen zu finden, muss die Zusammenarbeit verbessert werden – auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene“, heißt es in dem Abschlussdokument.
Die internationale Gemeinschaft müsse außerdem ihre Lehren aus der Ebola-Krise ziehen und gemeinsam Instrumente installieren, um bei künftigen Gesundheitsbedrohungen schnell zu reagieren. Diese Instrumente sollten in Simulationen getestet werden.
Außerdem – Punkt fünf – sollten die Regierungen in Wissenschaft und verbesserte Gesundheitsstrukturen investieren.
Der World Health Summit steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident François Hollande und dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker.
Die achte Veranstaltung ihrer Art in Berlin endete mit einem Besucherrekord: 1.800 Teilnehmer aus über 90 Ländern haben die internationale Konferenz zur globalen Gesundheitsversorgung besucht.
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