Zahl der Maserninfektionen auf amerikanischem Kontinent stark gestiegen

Washington – Die Masern sind auf dem amerikanischen Kontinent auf dem Vormarsch: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 14.700 Fälle der hoch ansteckenden Infektionskrankheit in 13 Ländern gemeldet, wie die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) gestern berichtete. Das ist ein Anstieg um fast 32 Prozent im Vergleich zu 2024. Grund dafür sei vor allem die zurückgehende Impfrate.
Die meisten Masernfälle wurden von den Behörden in Mexiko, Guatemala, den USA und Kanada registriert. Laut PHO-Direktor Jarbas Barbosa hat sich der Trend zuletzt noch beschleunigt. Demnach gab es seit Jahresbeginn in Nord-, Mittel- und Südamerika bereits mehr gemeldete Infektionen als im gesamten Vorjahr.
Auch die Zahl der Todesfälle nahm zuletzt deutlich zu. Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr 32 Todesfälle auf dem amerikanischen Kontinent im Zusammenhang mit einer Maserninfektion registriert. Im ersten Quartal 2026 waren es bereits elf.
Als erster Kontinent überhaupt hatte der amerikanische Kontinent 2016 den Status der Masernfreiheit erreicht, die Einstufung später jedoch wieder verloren. „Das Wiederauftreten der Masern in Amerika ist ein erheblicher Rückschlag, der jedoch rückgängig gemacht werden kann“, sagte Barbosa.
Die USA, Kanada und Mexiko sind gemeinsam Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft der Herren im Sommer. Millionen Besucher aus aller Welt werden zu dem Großereignis erwartet, die Gesundheitsbehörden der Gastgeberländer sind in erhöhter Bereitschaft.
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