Zusätzliche Genehmigung für PSMA-PET bei Prostatakarzinom erforderlich
Berlin – Ab dem 1. Juli gelten neue Regeln für die Genehmigung einer Positronenemissionstomografie (PET) bei Prostatakrebspatienten.
Die Prostata-spezifische-Membranantigen-(PSMA)-PET wird beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom eingesetzt, um zu entscheiden, ob eine Therapie mit dem Medikament Pluvicto sinnvoll ist. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben die Qualitätssicherungsvereinbarung Positronenemissionstomografie / Computertomografie entsprechend angepasst.
Bisher benötigten Ärzte eine allgemeine Genehmigung für PET-Untersuchungen. Ab Juli ist jedoch eine spezielle Genehmigung für die PSMA-PET erforderlich, die von der Kassenärztlichen Vereinigung ausgestellt wird. Ärzte, die bereits eine allgemeine Genehmigung haben, müssen diese innerhalb von sechs Monaten nach dem 1. Juli erneuern, um auch die PSMA-PET durchführen zu dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass sie bestimmte Anforderungen erfüllen, wie die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Team und die werktägliche Verfügbarkeit der Untersuchung. Neu ist auch, dass der behandelnde Onkologe oder ein Facharzt für Urologie mit Weiterbildung in der Medikamentösen Tumortherapie Teil des Teams sein muss, das über die Therapie entscheidet.
Pluvicto ist ein Medikament zur Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs. Die PSMA-PET hilft dabei festzustellen, ob dieses Medikament für den Patienten geeignet ist. Die Untersuchung kann ambulant durchgeführt werden, während die Therapie selbst stationär erfolgt. Die Kosten für die PSMA-PET werden von den Krankenkassen übernommen, sofern eine gültige Genehmigung vorliegt.
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