2025 fast 10,7 Millionen Grippeschutzimpfungen in Vertragsarztpraxen

Berlin – Die Vertragsarztpraxen erbringen den größten Anteil der Influenzaimpfungen – das zeigt eine neue Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Danach haben die Vertragsärztinnen und -ärzte in Deutschland im vergangenen Jahr fast 10,7 Millionen Grippeschutzimpfungen dokumentiert – ein Plus von rund 750.000 Impfungen beziehungsweise 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Im September 2025 wurden 742.585 Grippeschutzimpfungen in Vertragsarztpraxen abgerechnet, im Oktober 4,96 Millionen. Damit entfielen allein auf den Oktober rund 46 Prozent aller vertragsärztlichen Influenzaimpfungen des Jahres. Im November folgten weitere 3,26 Millionen Impfungen. Apotheken haben in der gesamten Herbst- und Wintersaison 2025/26 rund 218.000 Grippeschutzimpfungen abgerechnet.
„Unsere Zahlen belegen, dass die vertragsärztlichen Praxen das Rückgrat der Impfvorsorge sind und welche Kapazität sie gerade zu Beginn der Grippesaison mobilisieren“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dominik von Stillfried.
Insgesamt haben die Praxen im vergangenen Jahr rund 40 Millionen Schutzimpfungen dokumentiert. Neben den knapp 10,7 Millionen Impfungen gegen Influenza verabreichten die niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen und -ärzte 3,5 Millionen COVID-19-Impfungen sowie weitere 25,8 Millionen Impfungen gegen andere Infektionskrankheiten.
„Die meisten Impfungen werden durch die fast 56.000 Hausärztinnen und Hausärzte in Deutschland durchgeführt. Die Hausarztpraxen sind dabei weit mehr als eine erste Anlaufstelle. Sie kennen viele ihrer Patientinnen und Patienten in der Regel länger, oft seit Jahren oder Jahrzehnten. Diese kontinuierliche medizinische Verantwortung lässt sich durch nichts ersetzen“, betonte Stillfried.
Das Zi weist darauf hin, dass vor allem ältere Menschen die empfohlenen Impfungen noch zu selten nutzten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) waren 2025 34 Prozent der Menschen ab 60 Jahren gegen Influenza geimpft – der niedrigste Wert seit 17 Jahren. Die Impfquote gegen Pneumokokken verharrt seit mehreren Jahren bei 21 Prozent. Auch viele Erwachsene mit Grunderkrankungen haben keinen vollständigen empfohlenen Impfschutz.
„Hier besteht Handlungsbedarf. Angesichts der geringen Impfzahlen in Apotheken wird jedoch die Annahme weitgehend widerlegt, es bedürfe nur zusätzlicher Anlaufstellen für das Impfen, um die Impfquoten zu verbessern“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende.
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