362 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet

Berlin − Die lokalen Behörden haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 362 Neuinfektionen von SARS-CoV-2 binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Krise mehr als 179.300 Menschen in Deutschland nachweislich mit SARS-CoV-2 angesteckt, wie das RKI heute meldete (Datenstand 27. Mai, 0 Uhr).
Ein Großteil davon ist bereits wieder genesen. Die Zahl der Neuinfektionen bleibt weiter auf niedrigem Niveau, das Infektionsgeschehen wird von vereinzelten kleineren Ausbrüchen dominiert.
Die Stadt Regensburg reißt wegen eines Ausbruchs in einem Ankerzentrum für Flüchtlinge die kritische Grenze für Neuinfektionen. Dort waren bei einer Reihenuntersuchung viele Fälle festgestellt worden. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit müssen die Regensburger erst einmal keine Konsequenzen befürchten, das Infektionsgeschehen sei lokal und klar eingrenzbar.
Laut RKI-Datenbank ist der bayrische Landkreis derzeit der einzige, der den Schwellenwert von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschreitet. Aufgrund von Meldeverzögerungen kann die tatsächliche Lage aber bereits anders sein.
In Mainz wurden 35 Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft positiv auf SARS-Cov-2 getestet, wie die Kreisverwaltung Mainz-Bingen mitteilte. Die Flüchtlingsunterkunft steht seit dem 19. Mai unter Quarantäne. Neben Rheinland-Pfalz ist die Zahl der bestätigten Fälle auch in Brandenburg wieder etwas stärker gestiegen als zuvor.
Bislang starben dem RKI zufolge 8.349 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 47. 162.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind etwa 800 mehr als noch einen Tag zuvor.
Die Reproduktionszahl (R-Wert) lag nach aktuellsten Angaben des RKI von gestern bei 0,70 (Datenstand 26. Mai, 0 Uhr; Montag 0,83). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel sieben weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 26. Mai, 0.00 Uhr) bei 0,78. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.
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