Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst schätzen Signal der Bundesregierung

Berlin – Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) hat sich positiv zu der Entscheidung der Bundesregierung geäußert, mehr als 20.000 neue Mitarbeitende deutschlandweit im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) einzustellen.
Diese Maßnahme sei unter den Gesichtspunkten eines an die Grenzen gesparten ÖGD und des Mangels an Ärzten ausgesprochen wichtig und notwendig, so der Verband.
„Dieses Personal muss dauerhaft in den Gesundheitsämtern arbeiten. Dadurch kann man die Bevölkerung besonders in Krisenzeiten schützen. Nur so sind wir für zukünftige Pandemien gerüstet“, sagte BVÖGD-Bundesvorsitzende Ute Teichert. Sie verwies darauf, dass es wichtig sei qualifiziertes Personal einzustellen, besonders für den Infektionsschutz.
Teichert zufolge wurde in den letzten Wochen für die Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bereits Personal aus anderen Bereichen der kommunalen Verwaltungen zusätzlich herangezogen, das inzwischen geschult ist und spezifische Aufgaben in den neu geschaffenen Strukturen wahrnimmt.
Dies beinhalte die Ermittlung der Kontaktpersonen nach eingegangenen Meldungen, die Beratung und Vermittlung von Hilfen für Betroffene, die Festlegung und Umsetzung der Maßnahmen des Infektionsschutzes, die Kontaktnachverfolgung und die Datenaufbereitung.
Dieses Personal werde im Zusammenhang mit einer allmählichen Normalisierung wieder in die ursprünglichen Einsatzbereiche abgegeben werden müssen. Umso wichtiger sei der Vorstoß der Bundeskanzlerin für die Gesundheitsämter, so Teichert.
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