Ärztemangel wird im Nordosten zum Problem für den Wirtschaftsstandort

Schwerin – Die Wirtschaft schlägt Alarm wegen des Ärztemangels in Mecklenburg-Vorpommern. Dieser werde zum Problem für den Wirtschaftsstandort, erklärte die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Schwerin heute. So seien in Westmecklenburg derzeit 51 Hausarztstellen nicht besetzt. Besonders gravierend sei der Mangel im Schweriner Umland (17 nicht besetzte Sitze) und im Raum Parchim (11,5). „Damit ist das Versorgungsdefizit in Westmecklenburg, im Vergleich zu anderen Landesteilen, am größten“, hieß es.
Das spürten die Unternehmen der Region. Die Anfahrtswege zur Routineuntersuchung beim Allgemeinarzt seien lang geworden – Mitarbeiter fehlten entsprechend länger in den Betrieben. Der IHK-Ausschuss für Gesundheitswirtschaft sieht nach eigenen Angaben Handlungsbedarf. „Es braucht dringend innovative Lösungen für die Versorgung in der Region, denn diese ist ein Standortfaktor für neue Arbeitskräfte, die dringend in den Betrieben gebraucht werden.“
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