Ärzteschaft

Ärzteverbände fordern Ende der Budgetierung in der ambulanten Medizin

  • Montag, 15. Mai 2017

Berlin – Die Allianz Deutscher Ärzteverbände hat auf die besondere Bedeutung der am­bu­lanten Medizin hingewiesen und eine angemessene Vergütung der erbrachten Leis­tun­gen gefordert. „Die zukünftige Gesundheitsversorgung der Bevölkerung der Bundes­re­publik Deutschland wird ganz überwiegend in ambulanten Versorgungs­strukturen er­folgen und auch von der Bevölkerung so gewünscht“, hieß es aus der Allianz, zu der un­ter anderem der Berufsverband Deutscher Internisten, der Hartmann­bund, der NAV-Vir­chow-Bund, der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands, die Gemein­schaft Fachärztli­cher Berufsverbände und Medi Geno Deutschland gehören.

„Die bisherige Ausrichtung der ambulanten Vergütungssystematik mit einem seit Jahren gedeckelten Budget, das den niedergelassenen Haus- und Fachärzten feste Preise für er­brachte Versorgungsleistungen vorenthält, ist anzupassen“, fordert die Allianz. Die Ver­bände warnen, das ärztliche Berufsbild werde nur dann attraktiv bleiben, wenn Leistun­gen mit einer angemessenen Honorierung einhergingen.

Eine sinnvolle Möglichkeit sehen die Verbände in einem „konstruktiven Miteinander zwi­schen dem Kollektivvertrag auf der einen Seite und dem Selektivvertrag auf der anderen Seite“. „Der Versorgungssektor der Selektivverträge ist daher als tragende Säule der Ge­­­­sundheitsversorgung nachhaltig neben dem Kollektivvertrag zu stärken und auszu­bau­en“, so ihre Forderung.

Berufsgruppen und Verbände haben in der Vergangenheit immer wieder eine freiere Ver­gütung der ambulanten Leistungen gefordert. „Die derzeitige Form der Budgetierung bil­det weder das Inanspruchnahmeverhalten der Patienten noch die Entwicklung des Ver­sor­gungsangebots ab“, hieß es etwa im vergangenen Herbst aus dem NAV-Virchow­bund. Das Diktat der Beitragssatzstabilität dürfe nicht zur systematischen Unterfinanzie­rung einer gesamten Berufsgruppe führen, kritisierte der Verband.

hil

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