Ärzteschaft

Amtsärzte fordern 3G-Regel für alle Berufe mit Kundenkontakt

  • Freitag, 1. Oktober 2021
/picture alliance / CHROMORANGE, Michael Bihlmayer
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Berlin – Die deutschen Amtsärzte fordern angesichts des beginnenden Herbstes eine Ausweitung der 3G-Regel sowie von Coronainformationspflichten auf alle Berufe mit Kundenkontakt. Notwendig sei, die 3G-Regel – geimpft, getestet oder genesen – flächendeckend für alle Bereiche mit Kundenkontakt einzu­führen, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (heutige Ausgaben).

Verbunden werden müsse dies mit einer Auskunftspflicht für die Beschäftigten oder einem Informations­recht für Arbeitgeber. Es nutze wenig, wenn beispielsweise Restaurantgäste eine Impfung, Genesung oder einen negativen Coronatest nachweisen müssten, „aber der Arbeitgeber sein Gaststättenpersonal nicht danach fragen darf“, sagte Teichert. Dies könne dazu führen, „dass infizierte Servicekräfte von Gast zu Gast gehen und den Erreger weitertragen. Hier stimmt das System nicht“.

Die Verbandschefin verwies auf Regelungen etwa im Lebensmittelrecht. Auch dort sehe der Infektions­schutz vor, dass Beschäftigte etwa mit Durchfallerkrankungen oder Hepatitis „beispielsweise nicht an der Wursttheke arbeiten dürfen und eine Infektion dem Arbeitgeber gemeldet werden muss“.

Bei Corona gebe es solche Regeln nicht. Das sei höchst widersprüchlich, daher müsse „nachgebessert werden“, verlangte die Verbandschefin.

afp

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