Politik

Anträge auf Mutter- oder Vater-Kind-Kuren werden häufiger abgelehnt

  • Freitag, 24. Mai 2019
/dpa
/dpa

Osnabrück – Anträge auf Mutter- oder Vater-Kind-Kuren werden von den Krankenkassen häufiger abgelehnt. 2017 wurden 16,5 Prozent der mehr als 152.700 Anträge nicht be­willigt, das war jeder sechste Fall, wie aus einer Antwort des Bundesgesundheitsminis­teriums auf eine Anfrage der Linkspartei hervorgeht. Die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) berichtete zuerst darüber.

2014 hatte die Ablehnungsquote noch bei 11,7 Prozent gelegen. Auch die Zahl der ab­gelehnten Kuranträge stieg in dem Zeitraum von rund 18.250 auf etwa 25.250. Im selben Zeitraum wuchs zudem der Berg an unerledigten Anträgen um mehr als 4.000 Fälle auf mehr als 15.100 im Jahr 2017.

Die Linkspartei sprach von einer „Kostendämpfungspolitik auf dem Rücken der schwächsten Versicherten“. Rehabilitation sei wie Prävention ein gesetzlicher Anspruch der Versicherten, sagte Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann der Zeitung. Verzö­ge­­run­gen oder Ablehnungen von Rehamaßnahmen machten nicht selten chronisch krank – wer den Widerspruch scheue, werde aussortiert.

afp

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung