AOK-Chef erwartet erneute Debatte über Praxisgebühr
Erfurt – Der Vorstandsvorsitzende der AOK in Thüringen und Sachsen, Rolf Steinbronn, rechnet mit einer erneuten Debatte über die Praxisgebühr oder ähnliche Instrumente: Es sei offenbar nötig, die Zahl der Arzt-Patientenkontakte zu steuern, sagte er heute in Erfurt. So klagten Ärzte wenige Wochen nach der Abschaffung der Gebühr über einen verstärkten Ansturm. Auch die Rolle des Hausarztes als zentraler Ansprechpartner werde ohne gesonderte Regelungen unterlaufen.
Zwar sei das Thema aktuell nach der einstimmigen Entscheidung des Bundestags zur Abschaffung der Gebühr vom Tisch, sagte Steinbronn. Zudem müsse die tatsächliche Entwicklung in den Praxen abgewartet werden.
Allerdings sei nach der Bundestagswahl ein Wiederaufflammen der Diskussionen gut denkbar: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir uns dem Thema wieder nähern werden“, sagte er. Die Zuzahlung von zehn Euro pro Quartal war erst zum Jahreswechsel abgeschafft worden.
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