AOK startet Präventionsprogramm gegen Stress
Stuttgart – Mit Präventionskursen will die AOK Baden-Württemberg die psychische Gesundheit ihrer Mitglieder und Mitarbeiter stärken. Bis Dezember sind landesweit rund 500 Seminare unter der Überschrift „Lebe Balance“ geplant. „Ziel des Projekts ist es, die Anfälligkeit für psychische Störungen zu senken, indem Menschen lernen, ihre persönlichen Schutzfaktoren zu stärken und ihr Leben intensiver nach ihren Werten auszurichten“, sagte der wissenschaftliche Leiter Martin Bohus in Stuttgart.
Anlass der Aktion ist nach Angaben des AOK-Vorstandsvorsitzenden Christopher Hermann die rasante Zunahme an psychischen Erkrankungen wie Erschöpfung, Burnout und Depression. „Das hat uns nun veranlasst, auch für die Gesunderhaltung der Psyche weit im Vorfeld einer Erkrankung ein maßgeschneidertes, wissenschaftlich fundiertes und lebensnahes Präventionsprogramm anzubieten.“
Laut AOK hat sich die Zahl der Krankschreibungen aufgrund eines Burnouts seit 2004 um 700 Prozent erhöht, die Zahl der Fehltage sogar um 1.400 Prozent. Fast jeder zehnte Krankheitstag beruhte im ersten Halbjahr 2012 auf psychischen Erkrankungen.
Menschen geraten aus dem Gleichgewicht, wenn sie den Alltagsstress nicht mehr bewältigen können. In der Folge könne es zu körperlichen Reaktionen kommen wie Schlaf- und Verdauungsstörungen sowie zu Erschöpfungszuständen. Etwa ein Drittel der Bevölkerung zeige solche Symptome.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: