ARDS: Sedierung und neuromuskuläre Blockade verbessern Überleben bei mechanischer Beatmung nicht
Pittsburgh – Die Behandlung des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), einer lebensgefährlichen Komplikation von Pneumonien und anderen Lungenkrankheiten, hat sich in den letzten 10 Jahren gewandelt. Eine komplette neuromuskuläre Blockade, die die Beatmung der Patienten erleichtert, aber eine tiefe Sedierung erfordert, wird auf vielen Intensivstationen vermieden. Eine randomisierte kontrollierte Studie im New England Journal of Medicine (2019; doi: 10.1056/NEJMoa1904710) zeigt jetzt, dass viele Patienten ohne neuromuskuläre Blockade auskommen und auf eine tiefe Sedierung in der Regel verzichtet werden kann.
Eine mechanische Beatmung ist beim ARDS häufig eine lebensrettende Maßnahme. Im Prinzip lässt sich die Beatmung erleichtern, wenn die eigene Atmung des Patienten durch Gabe von Muskelrelaxanzien „ausgeschaltet“ wird. Vor 10 Jahren kam die französische ACURASYS-Studie („ARDS et Curarisation Systematique“) zu dem Ergebnis, dass eine intravenöse Infusion von Cisatracurium die Sterblichkeit der Patienten senkt, vermutlich weil sie ein Barotrauma der Lungen vermeidet. Außerdem erlitten deutlich weniger Patienten einen Pneumothorax.
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