Ärzteschaft

Arzneimittelprojekt belegt Nutzen enger Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern

  • Montag, 11. Juli 2022
/I Viewfinder, stock.adobe.com
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Dresden/Berlin – Eine enge Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern verbunden mit Patientenschulungen verbessert die Arzneimitteltherapie. Das berichten die Projektpartner des Modellprojektes „Arzneimitteliniti­a­ti­ve Sachsen-Thüringen“ (ARMIN) nach Abschluss des Projektes.

ARMIN startete 2014 als gemeinsames Projekt des Sächsischen und Thüringer Apotheker­verbandes, der Kas­sen­ärztlichen Vereinigungen Sachsen (KVS) und Thüringen (KVT) sowie der AOK Plus.

Es sah vor, dass Ärzte nach Möglichkeit nur noch Wirkstoffe verordnen und die Apotheker die entsprechenden Medikamente ausgeben. Außerdem enthielt ARNIM ein Medikationsmanagement, das vor allem chronisch kranken Patienten helfen sollte, die in der Regel mindestens fünf Medikament einnahmen. Ein Bestandteil war der elektronische Medikationsplan. Das Projekt endete zum 30. Juni 2022.

„ARMIN hat erfolgreich gezeigt, dass die strukturierte Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern die Ver­sorgung von Patienten mit Multimorbidität und Multimedikation entscheidend verbessern kann“, zog die Vor­standsvorsitzende der KV Thüringen, Annette Rommel, ein positives Fazit.

Laut Thomas Dittrich, Vorsitzender des Sächsischen Apothekerverbandes (SAV), hat sich bewährt, dass Ärzte und Apotheker den elektronischen Medikationsplan gemeinsam betreut haben.

Detaillierte Ergebnisse der Projektevaluation sollen noch veröffentlicht werden. Aufgrund der guten Erfah­rungen setzen sich die Projektpartner aber bereits jetzt für eine Anschlussver­einbarung ein, an der möglichst auch Versicherte anderer Kassen teilnehmen sollten.

„Wir waren mit ARMIN erfolgreich, weil wir gemeinsam mit unseren Vertragspartnern in Sachsen und Thürin­gen die digitale Vernetzung zwischen Arzt und Apotheker vorangebracht haben, lange bevor der Gesetzgeber entsprechende Regelungen getroffen hat“, betonte Rainer Striebel, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Plus.

hil

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