Arzneimittelprojekt belegt Nutzen enger Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern

Dresden/Berlin – Eine enge Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern verbunden mit Patientenschulungen verbessert die Arzneimitteltherapie. Das berichten die Projektpartner des Modellprojektes „Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen“ (ARMIN) nach Abschluss des Projektes.
ARMIN startete 2014 als gemeinsames Projekt des Sächsischen und Thüringer Apothekerverbandes, der Kassenärztlichen Vereinigungen Sachsen (KVS) und Thüringen (KVT) sowie der AOK Plus.
Es sah vor, dass Ärzte nach Möglichkeit nur noch Wirkstoffe verordnen und die Apotheker die entsprechenden Medikamente ausgeben. Außerdem enthielt ARNIM ein Medikationsmanagement, das vor allem chronisch kranken Patienten helfen sollte, die in der Regel mindestens fünf Medikament einnahmen. Ein Bestandteil war der elektronische Medikationsplan. Das Projekt endete zum 30. Juni 2022.
„ARMIN hat erfolgreich gezeigt, dass die strukturierte Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern die Versorgung von Patienten mit Multimorbidität und Multimedikation entscheidend verbessern kann“, zog die Vorstandsvorsitzende der KV Thüringen, Annette Rommel, ein positives Fazit.
Laut Thomas Dittrich, Vorsitzender des Sächsischen Apothekerverbandes (SAV), hat sich bewährt, dass Ärzte und Apotheker den elektronischen Medikationsplan gemeinsam betreut haben.
Detaillierte Ergebnisse der Projektevaluation sollen noch veröffentlicht werden. Aufgrund der guten Erfahrungen setzen sich die Projektpartner aber bereits jetzt für eine Anschlussvereinbarung ein, an der möglichst auch Versicherte anderer Kassen teilnehmen sollten.
„Wir waren mit ARMIN erfolgreich, weil wir gemeinsam mit unseren Vertragspartnern in Sachsen und Thüringen die digitale Vernetzung zwischen Arzt und Apotheker vorangebracht haben, lange bevor der Gesetzgeber entsprechende Regelungen getroffen hat“, betonte Rainer Striebel, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Plus.
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