Ärztekammer Niedersachsen: Hitzeschutz für Patienten verbessern

Hannover – Angesichts der Hitzewellen dieses Sommers hat die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) einen besseren Schutz für Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen gefordert.
„Vor allem für alte, pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen kann Extremhitze, wie wir sie in den vergangenen Wochen oft erlebt haben, lebensgefährlich werden“, mahnte Marion Charlotte Renneberg, die Präsidentin der Ärztekammer. Bundesweit haben mehrere Hitzewellen in diesem Jahr laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) rund 14.000 Todesfälle verursacht.
Die Kammer sprach sich für verstärkte Investitionen in den Hitzeschutz von Arztpraxen, medizinischen Versorgungseinrichtungen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aus. Eine „kritische Überhitzung über längere Zeiträume“ solle verhindert werden, sagte Renneberg.
Die Ärztekammer mahnte dafür ein gesondertes Investitionsprogramm des Bundes und der Länder an. Auch Prognosen zur zukünftigen Entwicklung müssten einbezogen werden.
„Es reicht nicht, unsere Maßnahmen an diesem Sommer auszurichten. Wir müssen für noch extremere Hitzeperioden gewappnet sein“, betonte Renneberg. „Als Ärztinnen und Ärzte warnen wir seit Jahren vor den gesundheitlichen Risiken des Klimawandels.“
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