Arztpraxen erhalten erneut drei Millionen Coronaimpfdosen

Berlin – Für die kommende zweite Maiwoche stehen für die Arztpraxen in Deutschland erneut drei Millionen Impfstoffdosen gegen SARS-CoV-2 bereit. Rund 1,6 Millionen von Biontech/Pfizer und rund 1,3 Millionen von Astrazeneca. Ärzte sollen ihre Bestellung bis morgen (Dienstag, 4. Mai) um 12 Uhr abgeben.
Diese Lieferzahlen hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) mitgeteilt.
„Die vom BMG für Mai angekündigten Mengen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer reichen nicht aus, um damit ab Mitte des Monats Erstimpfungen in nennenswertem Umfang in den Praxen durchführen zu können“, stellte der KBV-Vorstandschef Andreas Gassen fest.
Grund sei, dass ab diesem Zeitpunkt die erforderlichen Zweitimpfungen mit diesem Impfstoff erfolgten. Gassen rief die Politik auf, dafür zu sorgen, dass die Praxen genügend Impfstoff erhalten, um weiteren Patienten ein Impfangebot machen und Fachärzte umfassend in die Impfkampagne einbeziehen zu können.
„Die Arztpraxen können sich vor Anfragen der Patienten nicht retten. Die Telefone stehen nicht still. Deshalb noch mal: Wir brauchen mehr Impfstoff und mehr Planungssicherheit“, ergänzte Stephan Hofmeister, stellvertretender KBV-Vorstandsvorsitzender.
Laut dem BMG stehen pro Arzt maximal 36 Dosen (sechs Vials) COVID-19-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer zur Verfügung. Für den mpfstoff Vaxzevria von Astrazeneca gibt es keine Obergrenze pro Arzt. Die KBV empfiehlt, beide Impfstoffe zu ordern, um möglichst viele Patienten impfen zu können.
Das BMG hat in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, die nach der Coronaimpfverordnung vorgegebenen Impfabstände einzuhalten – nicht nur aus medizinischen sondern auch aus logistischen Gründen. Der Impfabstand beträgt für den Impfstoff von Biontech/Pfizer sechs Wochen und für den von Astrazeneca zwölf Wochen.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: