Auch nach der Wasseraufbereitung im Klärwerk induzieren Antibiotika Resistenzen bei Bakterien

Woolloongabba/Penryn – Antibiotika fördern auch nach dem Durchlaufen von Kläranlagen und der Einleitung in Flüsse und Meere weiterhin eine Antibiotikaresistenz bei Bakterien. Das berichtet eine Arbeitsgruppe der University of Queensland und der University of Exeter im Fachmagazin Nature Water (2026, DOI: 10.1038/s44221-026-00663-4). Darin erläutern sie, dass Antibiotika-Transformationsprodukte (TPs) ebenso zur Resistenzbildung beitragen können wie das ursprüngliche Medikament.
TPs werden häufig im Abwasser und in aquatischen Lebensräumen nachgewiesen, doch ihre Rolle bei der Selektion von Antibiotikaresistenzen (AMR) ist laut der Forschungsgruppe bislang weitgehend unerforscht. „Trotz ihrer Persistenz in der Umwelt, ihrer Mobilität und ihrer potenziellen verbleibenden Bioaktivität werden Antibiotika-Abbauprodukte routinemäßig aus den Rahmenwerken zur Umweltrisikobewertung und zur AMR-Überwachung ausgeschlossen“, berichtet das Wissenschaftsteam.
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