Ausbau der Palliativversorgung in Bayern
München – Die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen ausbauen möchte die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). „Damit setzen wir ein klares Zeichen für ein Leben in Würde bis zuletzt. Dagegen lehne ich aktive Sterbehilfe strikt ab“, sagte Huml gestern in München. Sie teilte mit, das Gesundheitsministerium habe drei weitere palliativmedizinische Dienste an Krankenhäusern anerkannt. Sie könnten ihre Arbeit an dem Klinikum Altmühlfranken am Standort Weißenburg, dem Klinikum München-Pasing und der Klinik Eichstätt aufnehmen.
Die palliativmedizinischen Dienste sind auf allen Stationen eines Krankenhauses tätig. Sie müssen laut den Bayerischen Qualitätskriterien aus einem speziell weitergebildeten Arzt, einer Pflegekraft sowie Sozialarbeitern oder Sozialpädagogen mit Fachwissen bestehen. In Bayern gibt es derzeit an 92 Krankenhäusern ein solches palliativmedizinisches Angebot.
Zur Aus- Fort- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte gibt es in Bayern vier Akademien für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit in München, Nürnberg, Würzburg und Bamberg. Außerdem besteht an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ein Lehrstuhl für Palliativmedizin.
Huml betonte in diesem Zusammenhang, dass auch die wohnortnahe ambulante Versorgung besonders wichtig sei.
Eine Anlaufstelle besonders für Angehörige sind die sogenannten Netzwerke in der Palliativversorgung. Sie informieren über medizinische, pflegerische und spirituelle Leistungen. Diese Netzwerke können sich auf der Internetseite des Ministeriums vorstellen. Bislang sind dort fünf Netze verzeichnet.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: