Ausland

Australischer Bundesstaat will höheres Mindestalter für Zigarettenverkauf

  • Mittwoch, 22. August 2012

Sydney – Der australische Bundesstaat Tasmanien will keine Zigaretten mehr an Bürger verkaufen, die nach dem Jahr 2000 geboren sind. Auf der Insel solle schrittweise das gesetzliche Mindestalter für den Kauf von Zigaretten angehoben werden, teilte die Regio­nal­regierung am Mittwoch mit. Am Dienstagabend hatte das tasmanische Ober­haus einen entsprechenden Antrag einstimmig gebilligt. Nach dem Vorschlag soll das gesetzliche Mindestalter für den Kauf von Zigaretten in Tasmanien von derzeit 18 Jahren jährlich um ein Jahr angehoben werden.

Die Regelung soll ab 2018 umgesetzt werden. Dadurch entstehe eine ganze Generation, die vom Zigarettenkonsum und dessen negativen Auswirkungen verschont bleibe, sagte Ratsmitglied Ivan Dean dem Fernsehsender ABC. Die Gesundheitsministerin des Insel­staates beauftragte eine Kommission mit der Analyse des Vorhabens, das sie „ernsthaft erwägen“ wolle.

Vergangene Woche war für ganz Australien eine Vorschrift erlassen worden, die den Zigarettenverkauf ab Dezember nur noch in einfarbigen Packungen mit Bildern geschä­digter Organe erlaubt. Es gilt bereits in ganz Australien ein strenges Rauchverbot in Restaurants, Bars und vielen geschlossenen Räumen.

Es gebe aber keine Pläne für ein komplettes Verbot, teilte die Nationalregierung mit. Die Chefin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, hatte andere Staaten aufgefordert, dem Beispiel Australiens im Kampf gegen den Tabakkonsum zu folgen.

afp

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