Politik

Baden-Württemberg wirbt bei Türkischer Gemeinde für Pflegeberufe

  • Mittwoch, 26. Juni 2013
Uploaded: 26.06.2013 17:35:08 by mis
dpa

Stuttgart – Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) hat bei einem Treffen mit Vertretern der Türkischen Gemeinde dafür geworben, mehr Menschen mit Migrationshintergrund für einen Pflegeberuf zu gewinnen. „Angesichts der steigenden Anzahl von Pflegebedürftigen mit Migrationshintergrund, die ihren Lebensabend in Baden-Württemberg verbringen, wird kultursensible Pflege immer wichtiger“, sagte die Ministerin.

Migranten, die in einem Pflegeberuf arbeiteten, könnten Sprach- und Kulturvermittler zwischen den anderen Pflegekräften und den Pflegebedürftigen sein, so die Ministerin. Aus diesem Grund stelle das Sozialministerium in diesem und im nächsten Jahr über 500.000 Euro für ein Projekt der Türkischen Gemeinde zur Verfügung. Es soll insbe­sondere arbeitslose Frauen mit ausländischen Wurzeln für eine Ausbildung zur kultursensiblen Altenpflegehelferin gewinnen und während der Ausbildungszeit unterstützen.

Laut Altpeter nehmen ältere Migranten heute häufiger als früher die Hilfe ambulanter Pflegedienste in Anspruch oder leben in Pflegeeinrichtungen. Das stelle die Einrich­tungen und Dienste vor die Herausforderung, ihre medizinischen und pflegerischen Angebote auf die besonderen Bedürfnisse älterer und pflegebedürftiger Migranten auszurichten. Sie wies darauf hin, dass das neue Heimrecht in Baden-Württemberg vorsehe, die kulturelle und religiöse Orientierung der Menschen mit Pflege- oder Unterstützungsbedarf künftig mehr zu berücksichtigen.

Den entsprechenden Gesetzesentwurf für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege hatte das Landeskabinett vor zwei Wochen beschlossen.

hil

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung