Baden-Württemberg und Bayern arbeiten an einheitlicher Software-Landschaft für Gesundheitsämter

Stuttgart/München – Mit einer entsprechenden Kooperationsvereinbarung wollen Baden-Württemberg und Bayern den Grundstein für ein gemeinsames, einheitliches digitales Ökosystem im Öffentlichen Gesundheitsdienst (EDÖ2) legen.
Ziel der Kooperation sei es, die Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) künftig durch eine vernetzte, moderne und resiliente Fachanwendungslandschaft zu unterstützen, hieß es heute in einer Mitteilung. Zudem sollen Synergien länderübergreifend genutzt werden.
„Wir begrüßen die Kooperation mit Bayern ausdrücklich. Durch das gemeinsame digitale Ökosystem können wir die Gesundheitsämter schneller vernetzen und einheitliche Standards im ÖGD etablieren“, sagte Leonie Dirks, Amtschefin im baden-württembergischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration.
Beide Bundesländer wollen künftig die in Baden-Württemberg entwickelte Fachanwendungslandschaft ÖGDigital gemeinsam vorantreiben und nutzen. Gleichzeitig sollen das Bürgerportal und die Wasserfachanwendung aus Bayern ausgebaut und angebunden werden.
Zudem soll Bürgerinnen und Bürgern mit einem Portal ein digitaler und datensicherer Zugangsweg zu ihren jeweiligen Gesundheitsämtern bereitgestellt werden – so sollen unter anderem Dokumente hochgeladen, Termine vereinbart oder Beratungsleistungen wahrgenommen werden können.
„Beide Länder profitieren von der gemeinsamen nachhaltigen, skalierbaren und anpassungsfähigen Fachanwendung ÖGD“, kommentierte Rainer Hutka, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (STMGP), die Vereinbarung.
Die Kooperation ist offen für die Mitnutzung durch andere Bundesländer und Kommunen, wie die Länder in ihrer Mitteilung betonen. „Wichtig bei der Digitalisierung des ÖGD ist, dass nicht jedes Land für sich das Rad neu erfindet, sondern die jeweiligen Entwicklungen ausgetauscht und mitgenutzt werden können“, so Hutka.
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