Ärzteschaft

BÄK-Präsident sieht bedarfsgerechte Personalausstattung als Voraussetzung für Patientensicherheit

  • Donnerstag, 16. September 2021
/yurolaitsalbert, stock.adobe.com
/yurolaitsalbert, stock.adobe.com

Berlin – Bestmögliche Patientensicherheit sei nicht zu erreichen ohne eine bedarfsgerechte Personal­ausstattung, eine gezielte Nachwuchsförderung und ausreichend Zeit für Patienten- und Angehörigen­gespräche, betonte heute Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich des morgigen Welttags der Patientensicherheit.

„Gerade in der Geburtshilfe zeigt sich exemplarisch, was Medizin grundsätzlich ausmacht: Jede Geburt ist ein besonderes, individuelles Erlebnis“, betonte Reinhardt. Das gelte für Mutter und Kind wie auch für das interprofessionelle Team, das Schwangerschaft und Geburt begleitet. Der Welttag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Jetzt handeln für eine sichere und respektvolle Geburt“.

„In der Medizin geht es darum, sensibel auf die jeweils spezifischen Anzeichen und Behandlungsverläufe zu reagieren und auf Patientinnen und Patienten individuell einzugehen – von der Geburt an bis ins hohe Alter. Das ist grundlegend für eine gute und sichere Versorgung“, so Reinhardt.

Ökonomische Gesichtspunkte dürften nicht die Oberhand gewinnen. Das gelte insbesondere in einem Versorgungsalltag, der zunehmend geprägt sei durch fachliche Spezialisierung, Arbeitsteilung und Digitalisierung.

„Durch den rasanten medizinischen Fortschritt können Patientinnen und Patienten immer besser behandelt werden. Aber auch die Komplexität der Behandlungsprozesse und damit der Aufwand für die Fehlerprävention nimmt zu“, sagte Reinhardt.

Es sei daher gut, dass sich das Thema Patientensicherheit wie ein roter Faden durch alle Stufen der ärztlichen Qualifikation ziehe – vom Medizinstudium über die Facharztweiterbildung bis hin zur kontinuierlichen Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten. „Für Ärztinnen und Ärzte sind Qualität und Sicherheit seit jeher die beiden untrennbaren Seiten einer Medaille“, betonte der BÄK-Präsident.

EB/aha

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung