Barmer holt frühere Bundestagsvizepräsidentin in die Leitungsebene

Berlin – Die zweitgrößte Krankenkasse in Deutschland holt sich prominente Politik-Unterstützung ins Haus: Die frühere Vizepräsidentin des Bundestages, Yvonne Magwas, wird ab Anfang März bei der Barmer die Leitung der Abteilung „Zukunft, Gesellschaft und gesunde Arbeit“ übernehmen.
Damit ist sie organisatorisch an die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kasse, Simone Schwering, angebunden. Die Krankenkasse mit Sitz in Berlin und Wuppertal hat mehr als acht Millionen gesetzlich Krankenversicherte.
Diese Personalie bestätigte die Krankenkassen dem Deutschen Ärzteblatt. Magwas übernehme „eine zentrale Funktion bei der zweitgrößten Krankenkasse“, hieß es dazu.
Die 46-jährige CDU-Politikerin, die zwischen 2013 und 2025 Mitglied des Bundestages war, soll bei der Barmer auch für die Themen Frauengesundheit, Künstliche Intelligenz, Diversität und Nachhaltigkeit zuständig sein.
„Zudem soll sie die gesellschaftliche Positionierung der Barmer weiter stärken“, erklärte die Krankenkasse weiter. Dazu zähle auch, dass Magwas „ihre langjährige politische Erfahrung und ihr breites Netzwerk“ für die Arbeit bei der Krankenkasse einbringen werde.
Von 2021 bis 2025 war Magwas auch Bundestagsvizepräsidentin, von 2018 bis 2021 Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der Bundestagsfraktion von CDU/CSU. In den ersten vier Jahren im Bundestag wurde sie über die Landesliste der CDU Sachsen ins Parlament gewählt.
Ihren Wahlkreis Vogtlandkreis in Sachsen vertrat sie zwischen 2017 und 2025 als direkt-gewählte Abgeordnete. Bei ihrer Wahl zur Bundestagsvizepräsidentin im Jahr 2021 erhielt sie mit 600 Stimmen das beste Ergebnis von allen Kandidatinnen und Kandidaten.
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