Bayerische Versorgungskammer hält Verzinsung trotz US-Problemen stabil

München – Obwohl riskante Investitionen in den USA auf die Bilanz drücken, hat die Bayerische Versorgungskammer die Verzinsung ihrer Gelder im vergangenen Jahr stabil gehalten. Die Nettoverzinsung lag bei 3,4 Prozent und damit auf Vorjahresniveau, erklärte das Unternehmen.
Wie hoch die Belastung im abgelaufenen Jahr war, blieb zunächst offen. Ein Sprecher sagte aber, dass zumindest ein Teil der Verlustrisiken in Höhe von bis zu 690 Millionen Euro Auswirkungen gehabt habe. Wie hoch die Nettoverzinsung ohne die Belastung ausgefallen wäre, blieb offen.
Die Versorgungskammer sieht sich bei Immobilienanlagen in den USA Risiken und Verlusten gegenüber. Insgesamt geht es dabei um Investitionen von 1,6 Milliarden Euro. Für einen Teil gab es bereits im Geschäftsjahr 2024 Wertberichtigungen von rund 163 Millionen Euro. Im Dezember hatte die Kammer von weiteren Verlustrisiken in Höhe von 690 Millionen berichtet.
„Wir bedauern, dass es in den USA im Immobiliengeschäft zu Verlusten gekommen ist“, sagte der Vorstandsvorsitzende Axel Uttenreuther. „Die BVK wird die Fragen um diese Investments, die vor mehr als einem halben Jahrzehnt getätigt wurden, konsequent aufarbeiten.“
Zudem versprach er: „Hier wird nichts unter den Tisch gekehrt.“ Auswirkungen auf die Versorgungszusagen schloss er aus. „Nicht einer einzigen Person werden Leistungen gekürzt.“ Laut BVK wurden „einzelne Verluste im breit diversifizierten Kapitalanlageportfolio“ durch andere Investments ausgeglichen.
Die BVK ist nach eigenen Angaben die größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands. Sie managt ein Anlagevolumen von rund 117 Milliarden Euro für zwölf berufsständische und kommunale Altersversorgungseinrichtungen mit rund 2,7 Millionen Versicherten; unter anderem für Ärzte, Architekten, Apotheker, Rechtsanwälte und Steuerberater sowie die Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden.
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