Behindertenrat für stärkeren Schutz vor Altersarmut

Berlin – Der Deutsche Behindertenrat hat einen grundlegend stärkeren Schutz von Menschen mit Beeinträchtigungen vor Altersarmut gefordert. Sie bekämen Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten besonders zu spüren, sagte der Präsident des Sozialverbands Deutschland und diesjährige Behindertenrats-Vorsitzende, Adolf Bauer.
Zudem könnten viele der fast 13 Millionen Menschen mit Behinderungen nicht fürs Alter ansparen. Das geplante Rentenpaket der Bundesregierung reiche trotz Verbesserungen bei Erwerbsminderungsrenten und der Stabilisierung des Rentenniveaus nicht aus, um das hohe Risiko der Altersarmut zu senken.
Um Menschen mit Behinderungen eine auskömmliche Rente zu ermöglichen, müsse an den Ursachen angesetzt und gegengesteuert werden, heißt es in einem Positionspapier. Es brauche eine aktive Arbeitsmarktpolitik, die mehr beitragspflichtige Beschäftigung für behinderte Menschen ermögliche. Dafür könne auch ein sozialer Arbeitsmarkt Impulse geben.
Der Behindertenrat vereint mehr als 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen und repräsentiert nach eigenen Angaben rund 2,5 Millionen Betroffene.
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