Ärzteschaft

Bei Schlafstörungen rasche Diagnose und Behandlung nötig

  • Freitag, 2. Oktober 2020
/dpa
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Marburg – Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) warnt davor, die Diagnose und Behandlung von Schlafstörungen zu verschleppen. Ra­sches Handeln sei vielmehr nötig, um Langzeitschädigungen möglichst zu vermeiden, hieß es aus der Fachgesellschaft.

Schlafapnoe hat laut der DGSM ein hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für einen Schlaganfall. Insomnien seien ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Schlafstörungen könnten sich auch auf die psychische Gesundheit auswirken, unter an­derem auf Angststörungen.

Zudem beeinflusse der Schlaf die Gedächtnisfunktion stark, so die Fachgesellschaft. „Chronische Schlaferkrankungen, die schlimmstenfalls sogar unentdeckt blei­ben, sind ein klarer Risikofaktor für gesundheitliche Langzeitschädigungen und Folgeer­krankungen“, lautet ihre Folgerung. Auch während der Pandemie müsse daher eine schlaf­medizinische Versorgung stattfindet, betont der DGSM-Vorsitzende Peter Young.

Dabei sei es wichtig, Patienten mit Schlafstörungen leitliniengerecht zu behandeln. Diese enthielten evidenzbasierte Richtlinien, etwa für eine medikamentöse Therapie.

„Wir wissen, dass die Behandlung mit Schlaf- oder Schmerzmitteln eine Schlafapnoe zum Beispiel verstärkt. Bei einer REM-Schlafverhaltensstörung ist es unter anderem falsch, mit Beruhigungsmitteln zu behandeln“, gibt der Geriater und DGSM-Experte Helmut Frohn­hofen ein Beispiel.

hil

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