Berliner Ärzte impfen bei Hausbesuch

Berlin – Versicherte der AOK Nordost, die aufgrund eines Pflegegrades oder einer Gehunfähigkeit nicht alleine eine Praxis aufsuchen können, haben künftig die Möglichkeit, sich zuhause von ihrem Hausarzt impfen zu lassen. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) der Hauptstadt mit der Krankenkasse vereinbart.
Neben der Erleichterung für die Patienten dient das neue Versorgungsangebot „Impfen zu Hause“ auch dem Infektionsschutz.
„Wer dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, informiert im Vorfeld eines Hausbesuches seinen behandelnden Arzt. Er kann dann den Impfstatus prüfen und entscheiden, welche der möglichen Schutzimpfungen in Frage kommt. Die Impfung selbst erfolgt dann im Rahmen des geplanten Hausbesuchs“, informiert die KV über den Ablauf.
Geimpft wird im Rahmen des Projektes gegen Influenza und Pneumokokken sowie gegen Keuchhusten, Tetanus, Diphtherie und Poliomyelitis.
„Keuchhusten und Pneumokokken beispielsweise zählen zu den häufigsten Auslösern einer Lungeninfektion. Beide belasten zusätzlich auch das Immunsystem. Keuchhusten ist außerdem hoch ansteckend: Die Wahrscheinlichkeit, dass Erkrankte ungeschützte Menschen anstecken, liegt bei fast 100 Prozent“, hieß es von der Kasse und der KV.
Die Impfung diene auch dem Zweck, während der Coronapandemie gefährliche Doppelinfektionen zu vermeiden.
„Auch die Grippe ist für Senioren und chronisch Kranke gefährlich, da sie ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Und wenn dann noch eine Infektion mit Coronaviren hinzukommt, kommt das Immunsystem schnell an seine Grenzen“, so die Vertragspartner.
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