Betriebskrankenkassen setzen sich für mehr Prävention ein

Berlin – Der Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK) setzt sich dafür ein, die Prävention in Deutschland weiterzuentwickeln. In einem neuen Positionspapier mit dem Titel „Vernetzter, Digitaler, Einfacher“ macht der Verband dazu zehn Vorschläge.
„Prävention und Gesundheitsförderung müssen künftig so einfach, und niedrigschwellig wie möglich sowie passgenau zur Lebenssituation der Versicherten gestaltet werden. Dazu gehören digitale Informationen sowie Präventionsangebote“, erklärte Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes.
Laut dem Positionspapier sollten unter anderem die Beratungs- und Unterstützungsangebote von Sozialversicherungsträgern und öffentlichen Stellen besser miteinander verzahnt werden. „Eine verpflichtende gegenseitige Information und das Ziel gemeinsamen Handelns sind in den gesetzlichen Grundlagen aller Akteure zu integrieren“, heißt es in dem Papier.
Wichtig sei außerdem, den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu erweitern. „Für die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben benötigt der ÖGD ausreichend finanzielle sowie personelle Mittel für ein eigeninitiatives Handeln“, betont der BKK-Dachverband.
Zudem müssten die gesundheitlichen Auswirkungen von neuen Gesetzen stets geprüft werden. Der BKK-Dachverband empfiehlt außerdem, die elektronischen Patientenakte (ePA) stärker zu nutzen.
„Als zentraler Ort für gesundheitsbezogene Informationen muss sie neben den Versorgungsdaten auch Präventionsangebote/-hinweise, ärztliche Präventionsempfehlungen sowie Verweise auf Informations- und Unterstützungsangebote der Selbsthilfe enthalten. Auch Betriebsärzte sollten Einblick in die ePA erhalten können“, heißt es in dem Positionspapier.
Die Betriebskrankenkassen fordern außerdem ein Schulfach „Gesundheit“ und eine bessere steuerliche Förderung für Gesundheitsleistungen in Unternehmen.
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