Bewegung macht Hochbetagte zufrieden

Nürnberg – Vor allem körperliche Aktivitäten und eine gute soziale Einbindung sorgen dafür, dass hochbetagte Menschen in Deutschland eine hohe Lebensfreude empfinden. Das haben Psychogerontologen der Universität Erlangen-Nürnberg in einer in Nürnberg veröffentlichten Untersuchung zur gesundheitlichen Lage hochbetagter Menschen betont. Die Forscher hatten 125 Frauen und Männer im Alter zwischen 90 und 100 Jahren, die noch weitgehend selbstbestimmt ihren Alltag meistern, untersucht und befragt.
Die meisten Studienteilnehmer haben demnach angegeben, sie fühlten sich deutlich jünger als ihr tatsächliches Alter. Viele von ihnen zeichne den Forschern zufolge trotz oft hoher gesundheitlicher Belastungen und festgestellter Krankheiten ein positives Lebensgefühl, ein aktiver Lebensstil und eine hohe Willenskraft aus.
Studienleiter Frieder Lang geht davon aus, dass die Ergebnisse bundesweit aussagekräftig sind. In Deutschland gebe es bisher nur wenige Untersuchungen zu Personen dieser Altersgruppe, die noch zu Hause lebten und nicht pflegebedürftig seien, sagte er. In Bayern lebt eine große Mehrheit der rund 107.000 Menschen über 90 Jahre noch in den eigenen vier Wänden.
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte, gerade im Alter sei es wichtig, mobil zu bleiben. Dafür seien die befragten Senioren beste Vorbilder. Es sei nie zu spät, mit körperlichen Aktivitäten anzufangen, fügte sie hinzu und verwies auf die aktuelle Schwerpunktkampagne ihres Hauses zur Seniorengesundheit „Mein Freiraum. Meine Gesundheit. In jedem Alter.“
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