BfR, MRI, BZfE: Bundesinstitute sollen zusammengelegt werden

Berlin – Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Max-Rubner-Institut (MRI) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) sollen zusammengelegt werden. Das hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) angekündigt.
Mit der Fusion sollen die Aufgaben Lebensmittelqualität, Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherung, Ernährungs- und Risikokommunikation sowie Ernährungsbildung vereint werden.
Die drei Institute sollen künftig im neuen Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung gebündelt werden. Der Start ist für 2029 vorgesehen. Für die Umsetzung bedarf es noch eines Errichtungsgesetzes mit definierten gesetzlichen Aufgaben.
Wie das BMLEH auf Nachfrage erklärte, soll es an der Spitze des neuen Bundesinstituts eine „Präsidentschaft und Vizepräsidentschaft“ geben. Der Hauptsitz soll in Berlin sein – flankiert von den zusätzlichen Standorten in Bonn, Detmold, Karlsruhe, Kiel und Kulmbach. Standortschließungen sind derzeit nicht geplant.
Ein Ministeriumssprecher wies darauf hin, dass es „höchste Priorität“ habe, die fachliche Expertise der betroffenen Institute zu bewahren. „Das ist eng verknüpft mit den zukunftsgerichteten Zielen der geplanten Zusammenlegung und natürlich auch Teil der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten“, sagte der Sprecher.
Alle personalbezogenen Schritte würden den entsprechenden Gremien von Beginn an transparent dargelegt. Dabei würden die Vertretungen der Beschäftigten, der Schwerbehinderten sowie die Gleichstellungsbeauftragen in alle Prozesse „angemessen einbezogen“.
Zum 1. Januar 2028 sollen in einem ersten Schritt die Nationalen Referenzlaboratorien des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in das BfR und wichtige Aufgaben des derzeit bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelten Bundeszentrums für Ernährung in das MRI integriert werden.
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