Vermischtes

BfR warnt vor nickelhaltigen Tätowiermitteln

  • Freitag, 7. Juni 2013
Uploaded: 07.06.2013 15:36:41 by mis
dpa

Berlin – Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor einem steigenden Allergierisiko durch nickelhaltige Tätowiermittel. Laut BfR ist Nickel in vielen Tätowiermitteln sowie in Permanent-Make-Up enthalten. Dies sei problematisch, da Nickel das Kontaktallergen mit der höchsten Sensibilisierungsrate ist.

„Weil sich immer mehr Menschen ein Tattoo stechen lassen, ist zu erwarten, dass die Rate von Nickelallergien in den kommenden Jahren zunehmen wird“, sagte BfR-Präsident Andreas Hensel. Die Folge: Betroffene können schwere, krankhafte Hautveränderungen entwickeln.

Laut BfR ist Nickel in vielen Tätowiermitteln sowie in Permanent Make-Up nachweisbar. Dabei muss es nicht einmal Bestandteil der Farbpigmente oder der Trägermittel sein, sondern kann auch als Verunreinigung während des Herstellungsprozesses in das Tätowiermittel eingetragen werden. In diesen Fällen ist es dem Institut zufolge als Inhaltsstoff nicht erkennbar.

Anders als für kosmetische Mittel, in denen Nickel bis auf Spuren nicht enthalten sein darf, ist der Stoff für Tätowiermittel nur teilweise reguliert. Aus Sicht des BfR sollte jedoch gerade in Tattoos und Permanent-Make-Up kein Nickel enthalten sein, da die Hautbarriere als Schutz wegfällt, wenn die Mittel direkt in die Haut eingestochen werden. Das BfR empfiehlt, Nickel in Tätowiermittel auf das technisch geringstmögliche Maß zu beschränken. Gleichzeitig hat das Institut Kriterien für eine Sicherheitsprüfung von Stoffen für Tätowiermittel erarbeitet.

hil

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung