Blutkonserven werden knapp: Einschränkungen für Kliniken

Erfurt – In mehreren Bundesländern werden die Blutkonserven knapp. „Wir sind jetzt unter der Grenze von 10.000 Konserven“, sagte ein Sprecher des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen.
Ab dieser Grenze könnten Kliniken nur noch eingeschränkt beliefert werden. Notfälle seien weiter abgedeckt, aber planbare Operationen müssten gegebenenfalls geschoben werden. Im November und Dezember gehe es dann auch richtig mit der Erkältungszeit los, sagte er weiter. „Das macht uns auch ein bisschen Sorgen.“
Spender müssten eine Woche von einem Infekt genesen sein, bei Fieber sogar vier Wochen. Um wieder auf ein sicheres Polster zu kommen, seien im gesamten Einzugsgebiet rund 3.000 Spenden täglich nötig. „Wir sind dankbar um jeden Spender und jede Spenderin.“
Die vergangenen Monate seien generell schwierig gewesen. Losgegangen sei das mit der Hitzewelle im Juni, als viele Menschen angesichts von Temperaturen über 40 Grad nicht zum Blutspenden gegangen seien. Nun habe sich die Lage zugespitzt. „Normal ist das nicht für diese Jahreszeit“, sagte der Sprecher.
Besonders bei den wichtigen Blutgruppen 0 positiv, 0 negativ oder B negativ fehle es im Moment. Teils reichten die Vorräte nur für zwei Tage, es komme aber auch immer wieder Nachschub.
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