Hochschulen

Brandenburg beschließt Medizinische Uni in Cottbus

  • Dienstag, 26. März 2024
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) während einer Kabinettssitzung. /picture alliance, Soeren Stache
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) während einer Kabinettssitzung. /picture alliance, Soeren Stache

Cottbus – Der Aufbau einer staatlichen Medizinischen Universität in Cottbus auch als deutschlandweites Modell ist beschlossene Sache. Das Brandenburger Kabinett entschied gestern die Gründung der Medizini­schen Universität Lausitz – Carl Thiem.

Es sei ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Grundlagen für die Entwicklung des ganzen Landes, sagte Bran­denburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Die Gesundheitsversorgung in der Lausitz soll gestärkt, junge Ärztinnen und Ärzte sollen ausgebildet werden.

Mit der neuen Universität, die Kern eines digital unterstützten Netzwerks der Gesundheits- und Pflegeversor­gung in der Lausitz werden soll, will Brandenburg auch das Gesundheitswesen in Deutschland voranbringen.

Für das Wintersemester 2026/27 ist geplant, dass die ersten Studentinnen und Studenten starten – 200 pro Semester sind vorgesehen. Das Konzept, das als zentraler Baustein für die Strukturentwicklung in der Kohle­region Lausitz gilt, wird noch vom Wissenschaftsrat begutachtet.

Wird es positiv bewertet, soll die Universität am 1. Juli 2024 gegründet werden. „Wir dürfen auch optimistisch sein nach allen Signalen, die wir haben“, sagte Woidke. Das kommunale Carl-Thiem-Klinikum geht dafür in Trägerschaft des Landes über.

Die Landesärztekammer Brandenburg begrüßte den Beschluss. „Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg ist es wichtig, Nachwuchs-Mediziner auszubilden und diese im Anschluss im Land zu halten“, sagte LÄKB-Präsi­dent Frank-Ullrich Schulz.

So zeige die Erfahrung der Medizinischen Hochschule Brandenburg mit ihren Standorten in Neuruppin und in Brandenburg/Havel, dass gut zwei Drittel der Studenten nach Abschluss ihrer Ausbildung in Kliniken oder Praxen im Land blieben.

Mit einer modern aufgestellten Hochschule und der geplanten interdisziplinären und einer innovativen Ge­sundheitsforschung sei ein wichtiger Baustein für die Gesundheitsversorgung in den nächsten Jahrzehnten gelegt, so Schulz.

dpa

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