Britische Abgeordnete stimmen gegen Sterbehilfegesetz

London – Befürworter der Sterbehilfe in Großbritannien haben bei einer Abstimmung im Parlament Ende vergangener Woche einen überraschenden Rückschlag erlitten.
Die Mehrheit der Abgeordneten des Unterhauses stimmte nach einer emotionalen Debatte unerwartet gegen ein Gesetz zur Legalisierung der Sterbehilfe in England und Wales. Der Entwurf hätte die Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen für Erwachsene erlaubt, die todkrank sind und weniger als sechs Monate zu leben haben. Bislang gilt Beihilfe zum Suizid als Straftat.
Noch im vergangenen Jahr hatten die Abgeordneten für einen Gesetzentwurf gestimmt, der anschließend jedoch im britischen Oberhaus, dem House of Lords, wegen zahlreicher Änderungsanträge hängengeblieben war. Die Labour-Abgeordnete Lauren Edwards hatte deshalb einen nahezu identischen Entwurf eingebracht, um das Thema voranzubringen – dieser wurde nun jedoch überraschend abgelehnt.
Mit dem Scheitern des Entwurfs im Unterhaus ist die Legalisierung der Sterbehilfe in England und Wales erst einmal vom Tisch. In britischen Medien wird damit gerechnet, dass ein solches Gesetz nicht mehr in der laufenden Legislaturperiode zustande kommen wird. Die nächste Parlamentswahl ist regulär für 2029 angesetzt.
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