Bund prüft Konsequenzen nach Sirenen-Fehlalarmen

Magdeburg/Berlin – Nach einer möglichen Manipulation an Sirenenanlagen in Halle und Querfurt überdenkt der Bund seine Pläne für die Warnung der Bevölkerung in Krisen und bei Katastrophen.
Eine Sprecherin des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) teilte auf Nachfrage mit, „dass die Erfahrungen aus Halle und Querfurt in die weiteren Entwicklungen des Warnsystems einfließen werden“.
Dazu stehe das Bundesamt mit den betroffenen Kommunen in Kontakt. „Das Bundeswarnsystem unterliegt bereits jetzt höchsten Sicherheitsvorkehrungen“, betonte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.
Am 10. Januar war es kurz nach 22 Uhr zu einer mehrminütigen Auslösung aller Katastrophenschutzsirenen im Stadtgebiet von Halle (Saale) gekommen. Am vergangenen Freitag kam es dann kurz nach 19 Uhr zu einer Auslösung einer Katastrophenschutzsirene in Querfurt.
In beiden Fällen erfolgte die Auslösung nicht durch die Rettungsleitstelle. „Beide Fälle werden sehr ernst genommen, da das grundlose Auslösen von Katastrophenschutzsirenen das Vertrauen in deren Warnfunktion erschüttern und zur Verunsicherung der Bevölkerung führen kann“, hieß es aus dem Innenministerium in Magdeburg.
Das Landeskriminalamt ermittelt zu den Fällen. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist festzustellen, dass es sich in Halle (Saale) und Querfurt um zwei unterschiedliche technische Systeme zum Betrieb von Sirenen handelt. Ein technischer Zusammenhang ist nach derzeitigem Stand als unwahrscheinlich anzusehen“, erklärte das Innenministerium weiter. Es werde in alle Richtungen ermittelt.
„Ob und gegebenenfalls welche Maßnahmen zur Verhinderung unbeabsichtigter beziehungsweise grundloser Alarme ergriffen werden müssen, kann und wird nach Auswertung dieser Ermittlungen entschieden“, so das Innenministerium.
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