Bundesratspräsident für mehr Suchtprävention bei Jugendlichen

Berlin – Bundesratspräsident Michael Müller wünscht sich mehr präventive Angebote für eine beginnende Sucht bei jungen Menschen. Dort, wo Suchtverhalten auftrete, müsse man reagieren, sagte der SPD-Politiker heute bei einem Besuch der Berliner Fachstelle für Suchtprävention. „Das ist der gesellschaftliche Ansatz, den wir gemeinsam verfolgen müssen.“
Die Fachstelle bietet über das von der Stiftung Deutsches Hilfswerk der Deutschen Fernsehlotterie geförderte Projekt „Raus aus der Grauzone“ Beratung für Jugendliche, Eltern und Pädagogen. Häufig gehe es um Jungen, die viel Computer spielten, sagte die Projektleiterin Katrin Petermann. Vermittelt würden zum Beispiel Beratungsangebote oder auch ein Austausch mit anderen Erziehungsberechtigten. Eltern sollten mit ihren Kindern in Kontakt bleiben, erklärte Petermann.
Es gebe ein vielfältiges Suchtverhalten, nicht nur in Bezug auf Medien, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Müller. In vielen Fällen handele es sich um ein großes Problem für betroffene Familien. Ziel von Präventionsangeboten sei es, wieder eigenverantwortlich und bewusst mit der eigenen Lebenssituation umgehen zu können. Das Berliner Projekt sei „ein gutes Beispiel auch für andere Bundesländer“, meinte der Bundesratspräsident.
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