Vermischtes

Bundesvorhaltung: DRK für neue Materiallager

  • Dienstag, 22. Mai 2018

Berlin – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will als Konsequenz aus der Flüchtlingskrise in Deutschland die Vorräte an Zelten, Betten, Nahrungsmitteln und Medikamenten aufstocken. „Wir schlagen vor, an zehn Standorten in ganz Deutschland neue Materiallager anzulegen“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt der Welt. Eine solche Bundesvorhaltung habe es während des Kalten Krieges bereits gegeben, diese sei dann aber in den 1990er-Jahren aufgelöst worden.

„Es gibt ganz neue Risiken, und da müssen wir in neuen Dimensionen denken“, sagte Hasselfeldt. Es drohten nicht nur Naturkatastrophen und Epidemien, sondern auch Cyberangriffe. So müssten sich etwa Krankenhäuser darauf einstellen, durch einen Cyberangriff für längere Zeit ohne Strom und Wasser auskommen zu können. Deutschland ist aus Sicht des DRK heute aber besser auf eine Krise vorbereitet als noch im Herbst 2015. Eine Situation wie damals, als die Kommunen mit der Unterbringung und Verpflegung von Flüchtlingen überfordert gewesen seien, „kann sich so nicht wiederholen“.

Hasselfeldt sagte, sie wolle sich besonders intensiv um das Thema Pflege kümmern. Freiwilligendienste könnten dabei eine wichtige Unterstützung für professionelle Pflegekräfte sein. Das DRK sei mit rund 15.000 Plätzen bundesweit der größte Anbieter. „Wir haben insgesamt doppelt so viele Bewerber wie Stellen.“ Die DRK-Präsidentin forderte die Bundesregierung auf, die Förderung zu erhöhen.

kna

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