Vermischtes

Caritas drängt auf Ausbau der Suizidprävention

  • Donnerstag, 7. Oktober 2021
/Jürgen Fälchle, stock.adobe.com
/Jürgen Fälchle, stock.adobe.com

Berlin – Der Deutsche Caritasverband hat von der neuen Bundesregierung den Ausbau der Suizidpräven­tion und der Beratung zur palliativen Versorgung angemahnt.

Das gelte unabhängig von möglichen Ent­scheidungen des neu gewählten Bundestages zum assistierten Suizid und gehöre in den Koalitionsver­trag, betonte Caritas-Präsident Peter Neher heute in Berlin. Neher äußerte sich anlässlich des Welthos­piz­tages, der übermorgen begangen wird.

„Wenn Menschen besser Bescheid wissen über die vielen Möglichkeiten der Vorsorge und der hospiz­lichen und palliativen Versorgung am Lebensende, können ihnen viele Ängste und Sorgen vor dem Ster­ben genommen werden“, sagte Caritas-Präsident.

Mit Blick auf eine bessere Suizidprävention, verwies der Wohlfahrtsverband darauf, dass mehr als 90 Prozent der Menschen, die einen Suizid erwägen, häufig aufgrund einer behandelbaren psychischen Erkrankung in existenzieller Not seien.

Die Probleme seien in der Pandemie noch dringlicher geworden. „Die Lockdownerfahrungen haben ver­schärfte psychische Belastungen mit sich gebracht und erhebliche Suizidgefahren sichtbar werden las­sen,“ sagte Neher.

Um Menschen mit Suizidgedanken weiterhelfen zu können, müsse nicht als erstes der assistierte Suizid geregelt, sondern psychische Erkrankungen aus der Tabuzone geholt werden.

Angebote der Suizidpräven­tion müssten flächendeckend verfügbar sein, etwa Beispiel durch die Einfüh­rung bundesweiter Bera­tungs­hotlines und den Ausbau ambulante Hilfe. Wichtig seien leicht zugängliche Angebote, wie das „[U25]“ des Caritasverbands, das sich an junge Menschen in Not wende.

kna

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung