Charité reduziert Fehlbetrag weiter

Berlin – Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat das Jahr 2025 mit einem Fehlbetrag von 63,6 Millionen Euro abgeschlossen. Im Vorjahr hatte das Minus der Klinik noch bei 87,4 Millionen Euro gelegen. 2023 hatte es 134,6 Millionen Euro betragen.
„Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds ist es uns gelungen, das Defizit zu reduzieren und unsere finanzielle Entwicklung zu stabilisieren – das zeigt, dass unsere eingeleiteten Maßnahmen bereits spürbar greifen. Wir sind auf einem klaren Konsolidierungskurs und tätigen dabei dennoch gezielt umfangreiche Investitionen in die Digitalisierung und unsere Infrastruktur“, sagte Astrid Lurati, Vorstand für Finanzen und Infrastruktur der Charité.
Die Klinik konnte ihre Umsatzerlöse im vergangenen Jahr auf rund 2,2 Milliarden Euro leicht steigern. Mit 1,5 Milliarden Euro wurde ein Großteil davon in den stationären Bereichen generiert, weitere 228 Millionen Euro erwirtschaftete die Klinik durch ambulante Leistungen.
Mit rund 148.000 voll- und teilstationären sowie mehr als 853.000 ambulanten Fällen hat Deutschlands größte Universitätsklinik zusammen mit dem Deutschen Herzzentrum der Charité im Jahr 2025 mehr Menschen versorgt als im Jahr zuvor.
Die Drittmitteleinnahmen der Universitätsmedizin lagen im vergangenen Jahr bei 292,5 Millionen Euro. „Erfolge wie das neu bewilligte Exzellenzcluster ImmunoPreCept, die Fortführung des Clusters NeuroCure, zwei neue Sonderforschungsbereiche sowie mehrere ERC Grants unterstreichen die wissenschaftliche Exzellenz“, hieß es aus der Charité.
Die Universitätsmedizin weist in ihrem Jahresabschluss auf einige besonders wichtige Vorhaben hin, die im vergangenen Jahr umgesetzt oder begonnen wurden: Mit der Gründung des Instituts für Künstliche Intelligenz in der Medizin bündelte die Charité ihre Aktivitäten in diesem Bereich.
Das neue ARC Innovation Center der Charité gemeinsam mit dem Berlin Institute of Health (BIH) habe zudem einen Rahmen geschaffen, um medizinische Innovationen voranzubringen. Das Zentrum bündelt medizinische Expertise, wissenschaftliche Forschung und technologische Entwicklung unter einem Dach und soll den Weg von der Idee in den klinischen Alltag verkürzen.
Außerdem erfolgte im vergangenen Jahr die Grundsteinlegung für den Neubau des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC). „Ein bedeutendes Zeichen für die Weiterentwicklung Berlins als führendes Zentrum für innovative Medizin war zudem der Baustart für das Berlin Center for Gene and Cell Therapies“, hieß es aus der Klinik.
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