Ärzteschaft

Coronapandemie: Leitlinie für Lebertrans­plantierte

  • Mittwoch, 10. Februar 2021
Organentnahme /dpa
/dpa

Berlin – Eine neue S1-Leitlinie fasst zusammen, was Ärzte bei der Versorgung von Lebertransplantierten während der Coronapandemie beachten sollten. Herausgeber sind die Deutsche Gesellschaft für Gastro­enterologie (DGVS), Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten zusammen mit der Deutschen Gesell­schaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) und der Deutschen Transplantationsgesellschaft. Zu­dem wird sie von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) unterstützt.

„Die aktuelle Leitlinie gibt Handlungsempfehlungen, wie diese vulnerable Patientengruppe vor dem Hin­tergrund einer teils erschwerten oder eingeschränkten medizinischen Versorgung dennoch bestmöglich versorgt werden kann“, erläuterte der Koordinator der Leitlinie, Thomas Berg vom Universitätsklinikum Leipzig.

Die Leitlinie umfasst Informationen und Empfehlungen zu Lebertransplantationsprogrammen und der Lebertransplantation, zur Versorgung vor und nach der Transplantation sowie zu geeigneten Medika­men­ten für die COVID-19 Therapie bei Lebererkrankten.

„In sämtlichen Kapiteln haben wir uns dabei zentral mit der Frage befasst, ob und wenn ja, welche Maß­nah­men vor dem Hintergrund der aktuellen Situation verschiebbar sind und welche Priorität haben müssen“, so Berg.

Die Leitlinie enthält zudem eine Impfempfehlung für Patienten, die sich auf der Warteliste für eine Leber­trans­plantation befinden, und für Patienten mit Leberzirrhose.

„Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass angesichts der oftmals schweren Verläufe in dieser Patienten­gruppe die mit der Impfung verbundenen Vorteile die potentiellen Risiken bei weitem überwiegen“, fasst Frank Tacke von der Charité Universitäts­medizin Berlin die Leitlinienempfehlungen zusammen. Er war ebenfalls federführend an der Leitlinienar­beit beteiligt.

hil

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