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DAK-Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Ende der Zeitumstellung

  • Freitag, 26. Oktober 2018
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Hamburg – Eine Mehrheit der Deutschen ist für ein Ende der Zeitumstellung. In einer kürzlich veröffentlichten Forsa-Umfrage für die DAK-Gesundheit sprachen sich 80 Prozent dafür aus, den Wechsel zwischen Normal- und Sommerzeit abzuschaffen. Das sei ein neuer Höchststand. Mehr als jeder Vierte berichtet demnach von gesund­heitlichen Problemen nach der Zeitumstellung. Am Sonntag werden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt.

Die EU-Kommission will die Zeitumstellung in Europa im kommenden Jahr abschaffen, sofern die Regierungen der Mitgliedstaaten und das Europaparlament dem zustimmen. Dabei würde es jedem einzelnen EU-Land überlassen bleiben, ob dort dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gilt. Einen Flickenteppich will Brüssel allerdings vermeiden.

Der DAK-Umfrage zufolge will etwa jeder Zweite (48 Prozent) die dauerhafte Sommerzeit in Deutschland. Als Hauptgrund geben 88 Prozent der Befürworter an, dass es dann abends länger hell ist. 54 Prozent fühlen sich während der Sommerzeit nach eigenem Bekunden fitter, und mehr als jeder Dritte (37 Prozent) glaubt, die Sommerzeit sei gesünder für den Körper.

Zwei Drittel der Befragten finden es zudem wichtig, dass sich die EU auf eine einheitliche Zeit einigt. Nur noch 17 Prozent der Deutschen halten die Zeitumstellung überhaupt noch für sinnvoll – im vergangenen Jahr waren es laut DAK noch 25 Prozent. 28 Prozent klagen hingegen über gesundheitliche Probleme durch die Zeitumstellung.

Mehr als drei Viertel (79 Prozent) fühlen sich müde oder schlapp. 62 Prozent hatten schon Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. 39 Prozent konnten sich schlechter konzentrieren, 28 Prozent waren gereizt. Jeder Elfte hatte sogar eine depressive Verstimmung. Vor allem Menschen im Alter von 45 bis 59 Jahren und Frauen leiden unter der Zeitumstellung. Forsa befragte für die DAK vom 27. September bis 13. Oktober mehr als 3.500 Menschen.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um drei Uhr früh wieder um eine Stunde zurückgestellt – auf die normale mitteleuropäische Zeit (MEZ). Die Nacht ist damit eine Stunde länger. Die Zeitumstellung gibt es in Deutschland seit 1980. Das Vorstellen der Uhr im Frühjahr sollte zum Energiesparen in der hellen Jahreszeit beitragen. Kritiker bemängeln, dass die Zeitumstellung diesen Zweck nicht erfüllt.

afp

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